Viele Filme, Serien oder Videos können als „engagiert“ bezeichnet werden, weil sie explizit oder implizit mit der Intention verbunden sind, soziale Wirkungsprozesse anzustoßen, Diskussionen auszulösen, ihre Zuschauer:innen zum Handeln zu bewegen. Eine Voraussetzung dafür sind filmische Formen, die Emotionen hervorrufen und das Denken und Fühlen verändern. Welche Rolle spielen dabei spezifische Formen audiovisueller Dramaturgie und Rhetorik? Mit welchen Mitteln kann man sie analysieren und ihre Wirkungspotenziale besser verstehen? Im Seminar werden wir uns nach einem Überblick zur Theorie und Methodologie vor allem mit konkreten Beispielen verschiedener Art auseinandersetzen; ein Schwerpunkt liegt dabei auf Filmen aus dem deutschsprachigen Bereich. Kernziele bestehen darin, Verfahren der dramaturgischen und rhetorischen Analyse einzuüben und einen Eindruck von der Formenvielfalt engagierter Filme zu gewinnen.

Welche Rolle spielen Medien bei unser Vorstellung von Geschlecht, Gender oder Sexualität? Welche Bilder oder Normen werden (re-)produziert, welche bestätigt und/oder herausgefordert? Im Seminar „Queer Media Studies“ setzen wir uns auf der Grundlage einschlägiger Theorien ausführlich mit Fragen rund um Queerness und Medien auseinander. Dabei beschäftigen wir uns intensiv mit queer-feministischen Medien- und Filmtheorien und diskutieren zentrale Begriffe wie ‚Performativität‘, ‚Repräsentation‘, ‚Otherness‘ oder ‚Heteronormativität‘. Das erlangte Wissen soll u.a. dazu befähigen, eigene wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten kritisch durchführen zu können.

Voraussetzung: Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher, philosophischer und englischsprachiger Texte, zur Gruppenarbeit und zur Übernahme von Referaten